Wer heutzutage einen Blick in die Lebensmittelindustrie wirft, wird merken, dass vieles immer teurer wird. Dieses Preiswachstum lässt sich mit vielem begründen, eine der Hauptursachen wird aber auch an den Betriebsmittelkosten und ganz besonders an den Wasserkosten liegen.

Wasser ist, obwohl unser Planet überwiegend daraus besteht, trotz allem ein teures Gut. Von der Erderwärmung hat sicherlich jeder schon einmal gehört und schon längst spürt man es selbst, wie jedes Jahr die Temperaturen steigen. Daraus resultiert, dass die Wasserspiegel sinken, was letzten Endes weniger Wasser für uns alle bedeutet. Wassermangel ist dabei eine Katastrophe, die man auf keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen sollte. Beispielsweise sind allein in Afrika derzeit rund 15 Millionen Menschen auf der Flucht aufgrund von Wassermangel.

Der Klimawandel sorgt zudem für eine Verstärkung des Wasserproblems. Trotz der hohen Wassermenge, ist Trinkwasser dennoch selten, da es sich bei den Weltmeeren um Salzwasser handelt.

Aus diesem Grund heißt es sorgsam mit Wasser umzugehen und sich vielleicht zu fragen, ob es wirklich notwendig ist, täglich in eine volle Badewanne zu steigen. Ökologen und Limnologen sind bemüht, für den Erhalt von sogenannten Binnengewässern zu sorgen. Nicht nur, dass wir Menschen am Ende von der Erhaltung des Wassers profitieren, auch viele Tierarten benötigen die Binnengewässer als Lebensraum. Manche der darin enthaltenen Tierarten stehen bereits unter dem Artenschutzgesetz.

Binnengewässer sind Ökosysteme und funktionieren dabei völlig autark. Dies bedeutet, dass diese für ihre Erhaltung und auch für die Versorgung des Naturkreislauf völlig selbstständig sorgen könnten. Einzig und allein vor großen Bauvorhaben der Menschen, können sich diese Systeme nicht schützen.

Limnologen erforschen die Funktionsweise von Binnengewässern, wobei Binnengewässer sich in zwei Teilgebiete unterteilen lassen. Hier unterscheidet man Fließgewässer und Stillgewässer. Der Begriff "Binnengewässer", wobei es sich um ein von Landmassen umschlossenes Meer handelt, sollte dabei auf keinen Fall mit dem Begriff "Binnenmeer" verwechselt werden. Letztere sind durch enge Seestraßen mit größeren Meeren verbunden. Ein gutes Beispiel für ein Binnenmeer ist zum Beispiel das Europäische Mittelmeer, welches durch die Straße von Gibraltar sich mit dem Atlantischen Ozean verbindet.

Binnengewässer werden heutzutage zur Binnenschifffahrt genutzt. Auch Seeschifffahrten werden in einigen Binnengewäsern betrieben. Limnologie beschäftigt sich dabei nicht nur ausschliesslich mit dem Zustand des Wassers, sondern auch mit den darin befindlichen Lebewesen in Form von Bakterien. Die erstmalige Erwähnung von Forschungen im Bereich der Limnologie liegen bereits 100 Jahre zurück. 1901 erschien das "Handbuch der Seenkunde. Allgemeine Limnologie". Wenige Jahre später, 1922, wurde die internationale Fachgesellschaft für Limnologie gegründet.